Programm zur Identifikation, Motivation und Förderung naturwissenschaftlichen Nachwuchses

Du denkst Zukunft! ist ein multiperspektivisches Programm für die Sekundarstufe I und II, das durch eine Kombination aus Förder- und Motivationsinstrumenten für Themen motivieren soll, die hohe wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz haben. Die aktuellen Themen befassen sich mit der Demenzform Morbus Alzheimer sowie der Entzündung Morbus Crohn.

Das Besondere an dem Programm ist sein Aufbau, der mit einer Kombination verschiedener Motivations- und Förderinstrumente die kompetenzorientierte authentische Lernerfahrung in den Mittelpunkt stellt.

Die aufeinander aufbauenden Programmstufen bewirken eine gezielte Identifikation, Motivation und Förderung junger Talente zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Universitäten, Forschungseinrichtungen und in der Anwendung. Dabei setzt Du denkst Zukunft! in einer wichtigen Bildungsphase an – unmittelbar vor der Studiums- bzw. Berufswahl. Das Programm ermöglicht eine ganzheitliche Form der beruflichen Orientierung vor allem durch den hohen Anwendungsbezug, den fachübergreifenden Anspruch an die Themenwahl sowie der Möglichkeit der Überprüfung eigener Vorstellungen.

Die Themenstellungen werden so gewählt, dass sie zum einen wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz vereinen und zum anderen naturwissenschaftlich-technische mit sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen verknüpfen. Die Inhalte des Programms erweitern Inhalte des naturwissenschaftlichen Fachunterrichts, wobei einzelne Programmteile auch andere Fächer mit einbeziehen.

Für die Sekundarstufe II gibt es zum Thema Morbus Alzheimer den Projekttag "Das ist [m]eine Welt!"

In Deutschland leiden etwa 1,6 Millionen Männer und Frauen unter der Demenzform Morbus Alzheimer. Aufgrund der alternden Gesellschaft werden 2050 voraussichtlich doppelt so viele Menschen betroffen sein. Somit kann das Themas Morbus Alzheimer früher oder später viele Schülerinnen und Schüler selbst betreffen, sei es in der eigenen Familie, im Freundeskreis, im Beruf oder allgemein im sozialen Umfeld unserer Gesellschaft.

Im Rahmen des Projekttags werden vor allem neurobiologische, aber ebenso ökonomische und ethische Aspekte erarbeitet. Im Anschluss besteht für interessierte Jugendliche die Möglichkeit eines Praktikums in einer wissenschaftlichen Einrichtung, das wiederum weiterführend zu einer Wettbewerbsteilnahme motivieren soll.

Für die Sekundarstufe I gibt es den Projekttag „Morbus Crohn - eine Fallstudie" zum Thema Entzündungserkrankungen.

Eine Möglichkeit zur Abwehr von Krankheitserregern ist eine Entzündungsreaktion. Besonders häufig erkranken dabei die Barriereorgane, wie der Magen-Darm-Trakt, die Lunge oder die Haut. Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, von der deutschlandweit ungefähr 300.000 Menschen betroffen sind. Die in Schüben verlaufende Krankheit tritt vor allem bei jüngeren Menschen zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf.

Der Projekttag bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für vorangegangene und nachfolgende Themen im Unterricht, zum Beispiel im Bereich der Gesundheitsbildung. Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Fachbereiche der Medizin, Krankheitsperspektiven von Betroffenen, sowie diagnostische und therapeutische Methoden kennen, indem sie in die Rolle von Ärzten und Ärztinnen, sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schlüpfen.

     

Es wird ein Konzept inklusive Materialpaket für die Durchführung eines schulischen Projekttags zur Verfügung gestellt. Dieser Tag dient dazu, eine breite Schülerschaft über ein gewähltes relevantes Thema zu informieren. Ausgehend aus diesem Breitenangebot ergibt sich die weitergehende Förderung auf der nächsten Stufe.

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Auf Basis des schulischen Projekttags werden Praxistage angeboten, in denen Schüler/innen authentische Lern- und Berufseindrücke erleben und in Austausch mit Wissenschaftlern und Unternehmern treten.

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Die dritte Stufe stellt aufbauend auf die Breitenförderung der ersten Stufe und der Interessiertenförderung der zweiten eine Talentförderung dar, indem sich besonders interessierte Schüler/innen tiefergehend mit der Thematik auseinander setzen können und eine eigene Projektabhandlung einreichen. Die fachlich besten und kreativsten Projektarbeiten werden prämiert.

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