Du denkst Zukunft! mit MINT EC zum zweiten Mal in Berlin

Kurz vor Fasching war es wieder soweit: der MINT EC Hauptstadtkongress in Berlin! 18 Schülerinnen und Schüler von überall her aus der Bundesrepublik haben sich für den Workshop "Das ist [m]eine Welt!" angemeldet.

Berlin, 5. Februar 2016 – Um 09:00 Uhr ging es im Technologiepark Adlershof im Raum Pasteur Kabinett mit dem Workshop unter Leitung von Carmen Schulz los. Nachdem zum Einstieg der Film: "My name is Lisa" gezeigt wurde, der eine Jugendliche begleitet, deren Mutter an einer frühen Alzheimer-Demenz erkrankt ist, ist den Schülerinnen und Schülern Betroffenheit anzusehen. Sowohl die Symptome als auch die Bedeutung für die Gesellschaft werden angesprochen.

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Geschichte der "Krankheit des Vergessens" erfahren haben, wurden verschiedene Ursachenmodelle betrachtet. Im Anschluss fanden verschiedene Gruppenarbeiten mit  Fokus auf die naturwissenschaftlichen Perspektiven statt.

Zu Beginn der Vorstellung der erarbeiteten Präsentationen stößt auch in diesem Jahr Prof. Garner vom Deutschen Zentrum für Neurogenerative Erkrankungen dazu. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren dem Wissenschaftler das Erarbeitete. Die Plaques- und die Tau-Theorie und auch die Nonnenstudie sind schnell präsentiert. Als drei Schülerinnen jedoch einen wissenschaftlichen Disput zwischen Professor Bayreuther und Professor Demetrius gegenüberstellen, kommt es zu regen Diskussionen. Die präsentierenden Schülerinnen werfen die Frage auf, warum verschiedene wissenschaftliche Ansätze so "verbissen und engstirnig" beibehalten werden, wenn doch offensichtlich keiner der Ansätze die Ursachen der Alzheimer-Symptomatik erklären kann. Die Schülerinnen und Schüler kommen zu dem Schluss, dass auch in der Wissenschaft eine vernetzte Zusammenarbeit und ein ergebnisoffener Diskurs möglich sein muss. Prof. Garner ist sichtlich erfreut über die lebhafte Diskussion und der Forscherdrang des einen oder anderen wird offensichtlich.

Eine Arbeitsgruppe hat ein Plakat entworfen, das Jugendliche für eine Lebensweise motivieren soll, die ein gesundes Altern prinzipiell unterstützt. Dieses Plakat findet großen Anklang, auch wenn einige überrascht sind, dass nicht nur Ernährung und Bewegung eine Rolle spielen, sondern auch soziale Kontakte und das Wohlbefinden.

Schon als die meisten Schülerinnen und Schüler den Raum verlassen haben, steht noch lange ein begeisterter Kern um Professor Garner, der geduldig den interessierten Fragen zuhört und seine Begeisterung an der Forschung aber auch an der Umsetzung der Entdeckungen in wirkungsvolle Therapien auf die Jugendlichen überträgt.