Projekttagebuch

Du denkst Zukunft! in der Main-Taunus-Schule - ein Schülerinnenbericht

Alzheimer Projekttag des Biologie Leistungskurses Q3 der Main-Taunus-Schule in Hofheim - Eindrücke von Jette Hirtz

Heute haben die Biologie Leistungskurse von Frau Leinweber und Frau Zuckriegl an einem Projekt der Demenzform Alzheimer vom Programm „Du denkst Zukunft!“ teilgenommen. Das Ganze fand in den Computerräumen der Schule statt, um wichtige Informationen recherchieren zu können.

Wir haben zunächst mit verschiedenen Arbeitsmaterialien und Kurzfilmen eine kleine Einführung in das Thema bekommen. Im weiteren Verlauf des Projektes war es die Aufgabe der Kurse, die in drei Gruppen eingeteilt wurden, sich intensiver mit Alzheimer, ihrer Diagnose und verschiedenen Therapien, welche den Menschen zu einer besseren Verarbeitung der Krankheit und zur Verringerung der Demenz-Symptome helfen soll, auseinanderzusetzen.

Über eine Online- Plattform haben wir, als Leistungskurse der Main-Taunus-Schule,  einen multimedialen Projekttag gestaltet. Sowohl Filme, als auch Interviews von Alzheimer Patienten und Studien zur Krankheit haben uns besonders gefallen und das Thema Alzheimer und die Auswirkungen anschaulich gemacht. Ebenfalls haben wir viel über die neurobiologischen Vorgänge im Körper erfahren, und weshalb es überhaupt oft zu einer Demenz kommt. Anschließend haben die verschiedenen Gruppen jeweils eine halbe Stunde über ihr spezielles Thema referiert, um auch den anderen Schülerinnen und Schülern Informationen über die Krankheit zu vermitteln und komplexe Vorgänge im Körper genauer zu erklären.

Am Ende wurde nochmal über das ganze Thema eine Diskussion im Plenum geführt, welche weitere Aufschlüsse über die Krankheit, sozialen Umgang mit Alzheimer Patienten, und wie man sich ehrenamtlich engagieren kann, gab. Der Projekttag sollte uns nicht nur informieren, sondern auch aktivieren und anregen zu helfen und nicht  einfach wegzuschauen. Denn kaum jemand weiß Genaueres über Alzheimer, obwohl diese Krankheit stark verbreitet in unserer Gesellschaft auftritt und eine große Herausforderung sowohl für Betroffene, als auch für uns als „Außenstehende“ ist.

Welche starken Auswirkungen und Veränderungen der Betroffenen die Krankheit hat, haben wir heute sehr zu spüren bekommen und in Kurzfilmen hautnah erlebt. Vor allem hat sich gezeigt, dass eine der wichtigsten und erfolgreichsten Therapien gegen Alzheimer, die Nähe und Aufmerksamkeit vertrauter Personen ist. Alte Geschichten erzählen und den Betroffenen durch Bilder und Filme zu helfen, so viele wie mögliche Erinnerungen der Vergangenheit wiederzuerlangen. Wichtig ist, für Patienten da zu sein und ihnen zu helfen, wenn auch nur in winzigen Schritten, ihren Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen, damit sie sich selbst als ein Teil der Gesellschaft und als vollwertiger Mensch akzeptiert fühlen.

Durch die eigenständige Arbeit in den Kursen haben wir diese Krankheit intensiv kennengelernt und viel mehr erfahren durch die Hilfe der Online-Plattform und Arbeitsmaterialien. Das Thema ist zwar ein wenig komplexer, jedoch hatten wir alle sehr viel Spaß an dem Projekt und das Interesse über die Krankheit Alzheimer und ihre Auswirkungen wurde in uns geweckt.

Ende Oktober werden sogar einige Schülerinnen und Schüler an einem Praktikumstag im Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt teilnehmen. Allgemein war der Tag sowohl produktiv, als auch informativ und hat uns als Leistungskurs wirklich gut gefallen.

 Jette Hirtz